La Gomera gilt in der Gruppe
der Kanarischen Inseln auch als „Kolumbusinsel“. Einmal weil hier auf La
Gomera 1492 Christoph Kolumbus in der Inselhauptstadt San Sebastián
landete, aber auch weil La Gomera auch heute eine Insel für Entdecker
geblieben ist. Auch heute noch erfolgt die Anreise per Schiff von
Teneriffa aus. Es sind wahre Naturliebhaber, die La Gomera als Reiseziel
wählen, da sie hier auf unzähligen Wanderwegen die Schönheiten der
Kanareninsel entdecken können. So z.B. im Nationalpark Garajonay, benannt
nach dem Vulkankegel Pico de Garajonay. Von den Lorbeerbäumen und Zedern
dort hängen lange Moosbärte herab, die zusammen mit den tiefziehenden
Wolkenfetzen diesen Teil von La Gomera in einen Märchenwald verwandeln.
Die Landschaft auf La Gomera ist relativ rauh, aber nicht so bergig wie
auf anderen Inseln der Kanaren. Der sonnenreichste Fleck auf La Gomera ist
Playa Santiago. Bei Vallehermoso stehen „Los Organos“ (die Orgelpfeifen),
bizarre Felssteinformationen, die nur vom Meer aus zu sehen sind.
Sehenswert auf La Gomera ist auch die Quelle Chorros de Epina.
Weltberühmt ist auch die uralte, über
Generationen weitergegebene Pfeifsprache der Gomeros. Sie heißt El Silbo
und wird aus mal kurzen, mal langen Pfiffen in verschiedenen Tonhöhen
gebildet. Sie dient seit jeher auf
La Gomera zur einfacheren und schnellen
Kommunikation in den teils unwegbaren, zerklüfteten Bergen und Tälern der
Kanareninsel.

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